Es ist soweit, unsere zehn ausgewählten Gründerinnen beginnen ihre Förderungszeit im Rahmen der neuen Förderlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz: EXIST-Women. Ihnen stehen zwölf spannende Monate bevor, in denen sie viel lernen und wachsen werden. Begleitet werden sie – neben finanzieller Förderung und bundesweit stattfindenden Programmpunkten – in erster Linie von FACE@RUB. Durch Workshops, Coaching und Networking wird FACE die zehn angehenden Gründerinnen gezielt fördern und in ihrer Weiterentwicklung unterstützen.

Das sind unsere zehn Gründerinnen und ihre Gründungsvorhaben:

  • VocA von Charlotte Knickrehm nutzt künstliche Intelligenz für die Analyse von Quartalsgesprächen in der Finanzbranche.
  • Donya Moghaddamrad arbeitet mit Benewis an einem Media-Start-up im Bereich Co-Writing und Copyright.
  • Svenja Schilling von FLOCK entwickelt eine Matching-App für den sicheren Heimweg.
  • Firdes Celiks Tool nutzt KI zur Digitalisierung von Brückeninspektionen.
  • Celine Ndakwa und Michelle Kleinermanns entwickeln mit Season eine neue Zyklustracking-App.
  • Xenia Waide und Daniela Ulatowski arbeiten mit Directa Weblab an einer Plattform für Forschungsdatenmanagement und Kollaboration im Bereich Molekular-Biologie.
  • Mechanolution von Desislava Dobreva widmet sich der mechanochemischem Synthese von Inhaltsstoffen, unter anderem für Kosmetik und Arzneimitteln.
  • Lea Apitz entwickelt mit hebammen.wiki Unterstützungsangebote für Hebammen.

Hier geht es zu dem entsprechenden Artikel, der auf dem Newsportal der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht wurde.

 

In ihrem utopischen Beitrag nimmt Maike euch auf eine imaginäre Reise in eine Zukunft, in der mehr Frauen gründen können, mit. Was würde so eine Welt ausmachen und wie müssen wir heute handeln, um so eine Zukunft zu verwirklichen? Dies und noch viel mehr könnt ihr in der 3. Ausgabe des CHANCEN= Magazins lesen, welche auch kostenlos online verfügbar ist.

„Was würde eine Welt ausmachen, in der mehr Frauen gründen? Zunächst einmal wäre es eine Welt, in der Diskriminierungen der Vergangenheit angehören würden, in der Mädchen und Frauen – egal woher sie kommen oder welcher Herkunft sie sind – nicht erzählt würde, sie seien weniger mutig, weniger durchsetzungsfähig, weniger aktiv und progressiv – kurz weniger. Es wäre eine Welt, in der viele Prozesse gleichberechtigter abliefen als heute.

Wenn wir dort angekommen wären, hätten wir zunächst einmal einen Punkt erreicht, an dem alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, mit den gleichen Bedingungen auf eine mögliche Gründung blicken würden. Eine Welt, in der Frauen von Investor*innen nicht rund neunmal weniger Kapital erhalten würden als Männer (mehr dazu im Female Founders Monitor 2022) und nicht erklären müssten, wieso Ideen aus dem Femtech-Bereich* genauso ihre Berechtigung haben wie andere technologische Innovationen.

In dieser Gesellschaft könnten selbstständige Frauen mit Kind genauso erfolgreich gründen, wie alle anderen und Ideen würden nicht immer nur auf dem Ziel eines möglichst großen Gewinns basieren. Kurz
gesagt, es wäre eine Welt, in der Frauen sich nicht rechtfertigen und um ihre Sichtbarkeit kämpfen müssten.

Diese Welt wäre vielfältiger und besser. Denn viel von dem Innovationspotential, das aktuell ungenutzt bleibt, könnte zu neuen und bisher noch undenkbaren Ideen und Gründungen führen. Vielleicht gäbe es neue Fortbewegungsmittel, die mit Sonnenenergie angetrieben würden.

Denn bisher sind Frauen vor allem in den Bereichen der Ingenieurwissenschaften und Informatik unterrepräsentiert. Vielleicht wäre es eine Welt, in der blinde Menschen mithilfe einer VR-Brille wieder sehen könnten – denn mehr Frauen wären Informatikerinnen und Neurowissenschaftlerinnen.

Und schließlich wäre es eine Welt, in der Ideen mit gesellschaftlichem Mehrwert, ohne Gewinnabsichten, genauso wertgeschätzt würden. Denn Frauen gründen besonders häufig im sozialen Bereich und mit dem Ziel, einen größeren gesellschaftlichen Mehrwert zu generieren.

Niemand weiß genau, wie die Welt der Gründerinnen von morgen aussehen könnte – aber dafür wissen wir, was wir heute dafür tun können, um uns in Richtung dieser Welt zu entwickeln: Wir müssen Frauen hier und jetzt stärker fördern, sie darauf vorbereiten, welche Hürden ihnen auf dem Weg einer Gründung begegnen könnten – und wie sie diese überwinden!“Niemand weiß genau, wie die Welt der Gründerinnen von morgen aussehen könnte – aber dafür wissen wir, was wir heute dafür tun können, um uns in Richtung dieser Welt zu entwickeln: Wir müssen Frauen hier und jetzt stärker fördern, sie darauf vorbereiten, welche Hürden ihnen auf dem Weg einer Gründung begegnen könnten – und wie sie diese überwinden!“ – Maike Wagner